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Wohnunterstützung

Eure Fragen könnt Ihr gerne an wohnen@htu.tugraz.at schicken !

 

- Für welche Wohnungen wird Wohnunterstützung gewährt?

- Wer kann ansuchen?

- Antragsstellung

- Fristen und Anspruchsdauer

- Höhe der Wohnunterstützung

- Anspruchsverlust

 

Für welche Wohnungen wird Wohnunterstützung gewährt?


  • Die Wohnunterstützung wird für Mietwohnungen gewährt.

  • Für Eigentumswohnungen kann keine Wohnunterstützung gewährt werden.

  • Sind MieterInnen Angehörige (gemäß § 36a AVG) der Vermieterin/des Vermieters besteht ebenfalls keine Möglichkeit einer Wohnunterstützung.

 

Wer kann ansuchen?


Wohnbeihilfe kann angesucht werden, wenn folgende Grundvoraussetzungen erfüllt sind:

  • Österreichische Staatsbürgerschaft
  • Personen, die die österreichische Staatsbürgerschaft nach dem 6. März 1933 verloren haben und auswandern mussten, inzwischen jedoch wieder in Österreich leben;
  • Personen, deren Flüchtlingseigenschaft behördlich festgestellt ist und die zum Aufenthalt in Österreich ständig berechtigt sind
  • MieterInnen ohne österreichische Staatsbürgerschaft, die sich seit mindestens fünf Jahren ständig in Österreich aufhalten und über eine arbeitsmarktbehördliche Genehmigung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz oder über einen Aufenthaltstitel, der unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt gewährt verfügen.

  • Personen (NichtösterreicherInnen), die nach einer Berufstätigkeit in Österreich einen Ruhegenuss beziehen, nach deren Tod auch die hinterbliebenen EhegattInnen (LebensgefährtInnen).

  • die Volljährigkeit  muss vorliegen
  • die betreffende Wohnung ist als Hauptsitz gemeldet

 

Achtung!!! Im Falle einer Wohngemeinschaft müssen alle Personen diese Wohnung als Hauptwohnsitz gemeldet haben! Hat auch nur eine Person die Wohnung als Nebenwohnsitz gemeldet, dann ist kein Ansuchen möglich.

 

Antragsstellung


Der Antrag wird von einer in der Wohnung lebenden Person gestellt und andere Mitbewohner werden im Ansuchen mit aufgelistet. Die erforderlichen Unterlagen sind bei dem  Beihilfen und Sozialservice in Graz einzureichen. Dies kann persönlich, per Post oder über den Online-Antrag erfolgen.

Der Antrag wird von einer in der Wohnung lebenden Person gestellt und andere Mitbewohner werden im Ansuchen mit aufgelistet.

Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 11
Referat Beihilfen & Sozialservice
Burggasse 7-9, 8010 Graz

Tel.: 0316/877-3748

Homepage: http://www.soziales.steiermark.at/cms/beitrag/10363956/5361/

E-Mail: beihilfenundsozialservice@stmk.gv.at

 

Alle erforderlichen Unterlagen werden in den jeweiligen Anträgen genau aufgeführt. Dies können Einkommensnachweise, Staatsbürgerschaftsnachweis oder vergebührter Hauptmietvertrag sein.
Der Meldezettel muss die betreffende Wohnung als Hauptwohnsitz ausweisen.

Für Studenten sind eine aktuelle Inskriptionsbestätigung und gegeben falls ein Studienbeihilfenbescheid beizulegen.

Hier ist der Link für das Antragsformular für Wohnunterstützung:
http://www.soziales.steiermark.at/cms/dokumente/10363956_108507273/6c29d3eb/AnsuchenWUG.pdf

Hier findet ihr den Link zum Online-Formular:
http://www.soziales.steiermark.at/cms/ziel/108507273/DE/


Tipp: Die Bearbeitung des Antrags kann von mehreren Monaten bis zu einem halben Jahr dauern, daher kann zur schnelleren Abwicklung der Online-Antrag gestellt werden.

 

Fristen und Anspruchsdauer


Die Wohnunterstützung kann jederzeit beantragt werden.

Die Bewilligung der Wohnunterstützung erfolgt höchstens für ein Jahr und wird ab dem Monat der Einreichung gewährt. Also auch, wenn die Bearbeitung länger gedauert hat, wird die Beihilfe ab dem Einreichungsmonat gezahlt.

Beim Auslaufen der Wohnunterstützung kann ein Ansuchen auf Wohnunterstützung-Weitergewährung gestellt werden, welches automatisch durch die Post zugestellt wird.

Tipp: Um eine nahtlose Weitergewährung der Wohnunterstützung zu gewährleisten, kann das Weitergewährungsansuchen auch schon bis zu zwei Monate vor Ablauf der Gewährung eingereicht werden (am besten per E-Mail).

 

Höhe der Wohnunterstützung


Die Höhe der Wohnunterstützung wird von vom Referat Beihilfen & Solzialservice errechnet.


1. Einkommenberechnung

Als Haushaltseinkommen gilt die Summe der Einkommen der Förderungswerberin bzw. des Förderungswerbers und der mit ihr/ihm im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen. Als monatliches „Einkommen“ gilt grundsätzlich 1/12 des Jahresnettoeinkommens laut Lohnzettel für das letzte Kalenderjahr (inkl. Urlaubs- u. Weihnachtsgeld) bzw. letztem Einkommensteuerbescheid. 
Der Lohnzettel wird vom Dienstgeber ausgestellt (EDV Ausdruck oder Formblatt L 16 der Finanzbehörden). Bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im laufenden Kalenderjahr ist zumindest der Einkommensnachweis für den letzten Monat vorzulegen
Einkünfte von Minderjährigen, die im elterlichen Haushalt leben sowie vertraglich oder gerichtlich festgesetzte Unterhaltsleistungen zählen als Einkommen und werden hinzugerechnet.

Als Bemessungsgrundlage gilt das Haushaltseinkommen geteilt durch die Summe der folgenden Werte:

  • Haushalt: 0,5

  • je volljähriger Person: 0,5

  • je minderjähriger Person: 0,3

  •  je Person für die erhöhte Familienbeihilfe bezogen wird 0,8
  • je Person, die einen Behindertenpass gemäß § 40 Bundesbehindertengesetz vorweisen kann 0,8.

Beispiel:
2 Erwachsene Personen und 1 Kind; Haushaltseinkommen € 1.700,00
€ 1.700,00 dividiert durch 1,8 (Haushalt 0,5 + 2 volljährige Personen je 0,5 + eine minderjährige Person 0,3) = Bemessungsgrundlage € 944,44

 2. Unberücksichtigt bleiben bei der Einkommensberechnung

Pflegegelder nach dem Bundespflegegeld- und Steiermärkischen Pflegegeldgesetz sowie die erhöhte Familienbeihilfe.

 3. Vermögen

Bevor eine Wohnunterstützung gewährt werden kann, muss das eigene Vermögen bis auf € 4.188,80 aufgebraucht werden.

Vom Verbrauch ausgenommen sind:

  • Gegenstände, die zur Erwerbsausübung oder Befriedigung angemessener geistiger und kultureller Bedürfnisse erforderlich sind

  • Kraftfahrzeuge, die berufsbedingt oder auf Grund besonderer Umstände (insbesondere wegen einer Behinderung oder unzureichende Infrastruktur) benötigt werden

  • Angemessener Hausrat

Als Einkommen gilt das Gesamteinkommen aller in der Wohnung lebenden Personen. Das „monatliche Einkommen“ ist grundsätzlich 1/12 des Jahresnettoeinkommens laut Lohnzettel für das letzte Kalenderjahr (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) bzw. letztem Einkommensteuerbescheid.

Bemessungsgrundlage% der max. WUS12345678
€ 628 100% € 143 €178,75 €193,05 €207,35 €214,50 €221,65 €222,80 € 235,95
€ 658 93,96% €134,37 €167,96 €181,40 €194,83 €201,55 €208,27 €209,35 €221,71
€ 688 87,86% €125,64 €157,05 €169,62 €182,18 €188,46 €194,75 €195,76 €207,31
€ 718 81,76% €116,92 €146,15 €157,84 €169,53 €175,38 €181,22 €182,16 €192,91
€ 748 75,66% €108,19 €135,24 €146,06 €156,88 €162,29 €167,70 €168,57 €178,52
€ 778 69,56% € 99,47 €124,33 €134,28 €144,23 €149,20 €154,17 €154,97 €164,12
€ 808 63,46% € 90,74 €113,43 €122,50 €131,58 €136,11 €140,65 €141,38 €149,72

 

Von der maximalen Wohnunterstützung wird gestaffelt nach dem errechneten Haushaltseinkommen (siehe Punkt „Einkommensberechnung) ein Prozentsatz ermittelt. Der ermittelte Prozentsatz der höchstmöglichen Beihilfe wird als Wohnunterstützung gewährt und monatlich zur Auszahlung gebracht.

Sind die Förderungswerberinnen/Förderungswerber Studierende, gilt als Haushaltseinkommen ihr eigenes Einkommen und das Einkommen der ihnen gegenüber unterhaltsverpflichteten Personen (Eltern) unabhängig davon, ob diese mit ihnen im gemeinsamen Haushalt leben. Diese Regelung wird angewendet wenn Studierende über ein Jahreseinkommen von weniger als € 10.000,- verfügen.

Anspruchsverlust

 

Die Wohnunterstützung wird eingestellt, wenn ein Rückstand bei der Leistung der monatlichen Miete vorliegt.

Zu Unrecht empfangene Wohnunterstützung ist zurückzuzahlen und unwahre Angaben können einen strafbaren Tatbestand bilden.

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