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Mietvertrag

Eure Fragen könnt Ihr gerne an wohnen@htu.tugraz.at schicken !

 

- Fakten zum Mietvertrag

- Tipps zum Vertragsabschluss

- Wer übernimmt die Kosten?

- Tipps zur Wohnungsbesichtigung

- Miete in der Partnerschaft

Maklerprovision

- Meldepflicht

 

Fakten zum Mietvertrag

 

Unter Mietvertrag versteht man eine mündliche oder schriftliche Vereinbarung zwischen der/dem VermieterIn (Eigentümer, Hauptmieter) und der/dem MieterIn (bzw. UntermieterIn)

Ein gültiger Mietvertrag muss mindestens folgende Punkte enthalten:

  • Höhe des Mietzins
  • Höhe der Betriebskosten und das Recht auf eine Indexanpassung
  • genaue Adresse des Mietgegenstandes und alle dazugehörigen Räume, wie Kellerabteil und Tiefgaragenabstellplatz
  • Verständigungen zu Zahlungstermin und Zahlungsart
  • Höhe der Kaution
  • Hausordnung

Zusätzliche Vereinbarungen können zum Beispiel das Verbot größerer Haustiere, die Benutzung von Wasch- und Trockenraum, Gartenmitbenutzung oder die Übernahme von Möbeln betreffen.


Grundsätzlich ist für den Abschluss des schriftlichen Mietvertrags die Beiziehung eines Rechtanwalts oder Notars keine Voraussetzung! Es reicht jedes Blatt Papier, auf dem die Vertragspartner die wesentlichen Vertragsbestandteile festlegen und unterschreiben.

 

Befristete Mietverträge
Ist in dem Mietvertrag ein Ablaufdatum festgelegt, spricht man von einem befristeten Mietvertrag. Die Mindestvertragsdauer beträgt bei Wohnungen in diesem Fall 3 Jahre. Anschließend kann der Vertrag aufgelöst oder für weitere 3 Jahre verlängert werden und geht dann in einen unbefristeten Mietvertrag über - sofern keine anderen Vereinbarungen zwischen Mieter und Vermieter vorliegen.

Unbefristete Mietverträge
Ist in dem Mietvertrag kein Ablaufdatum festgelegt, handelt es sich um einen unbefristeten Vertrag, welcher jederzeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist (3 Monate zum Monatsende) durch den Mieter aufgelöst werden kann.

Laut einer AK-Auswertung von 150 Inseraten von Wiener Altbauwohnungen sind befristete Mietwohnungen um mehr als drei Viertel teurer, als erlaubt, unbefristet um ein Drittel.

Deshalb ist es besonders wichtig, den zulässigen Richtwertzins mit dem Nettoangebotszins zu vergleichen!

Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage der Österreichischen Mietervereinigung:
https://www.mietervereinigung.at

 

Tipps zum Vertragsabschluss

     

  • Lies dir den Mietvertrag sorgfältig durch bevor du ihn unterschreibst
  • Frag nach, wenn dir ein Punkt unverständlich ist
  • Halte alle mündlichen Vereinbarungen schriftlich fest
  • Name und Adresse des Vermieters sollen im Vertrag aufscheinen
  • Bezeichne das Mietobjekt samt Zubehör (Kellerabteil, Abstellplatz, etc.) und Inventar sowie den Zustand genau
  • Am besten ein Übernahmeprotokoll mit Fotos der Mängel erstellen und von dem/der VermieterIn unterschreiben lassen!
  • Mietbeginn, Laufzeit und Mietzinshöhe müssen klar festgelegt werden
  • Lass dir alle Kosten wie Kaution, Baukostenzuschuss, Ablöse, Vergebührung, etc. schriftlich durch eine Quittung bestätigen
  • Verlange eine Ausfertigung des Mietvertrages.

 

Wer übernimmt die Kosten?

 

Vertragserrichtungskosten

Vertragserrichtungskosten dürfen bei mietengeschützten Wohnungen nicht verlangt werden, da der Abschluss eines Mietvertrages eine Verwaltungstätigkeit darstellt und der damit verbundene Aufwand durch das Verwaltungshonorar abgedeckt ist, das dem Mieter ohnehin als Betriebskosten verrechnet wird.

Mietvertragsgebühr

  • bei befristeten Verträgen  mit einer Vertragsdauer unter 3 Jahren: ein Prozent der auf die Vertragsaduer entfallenden Bruttomiete
  • bei unbefristeten Verträgen oder befristeten Verträgen mit einer Vertragsdauer von 3 Jahren oder länger: ein Prozent der dreifachen Jahresmiete

 

 

Tipps zur Wohnungsbesichtigung


  • Gibt's es Kabel- oder Satellitenanschluss für den Fernseher? Sind genug Steckdosen vorhanden?
  • Teste den Zustand der Fenster und Türen: Lassen sie sich gut schließen und öffnen?
  • Gibt's es einen Abstellraum/Keller/Fahrradkeller oder einen Dachboden?
  • Wo liegt der Waschmaschinenanschluss?
  • Sind Schimmel-/Wasserflecken zu sehen?
  • Welche Art von Heizung wir genutzt?
  • Hört man Geräusche aus der Nachbarwohnung oder starken Verkehrslärm?
  • Sind genug Parkplätze vorhanden?
  • Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe?
  • Verfügt die Wohnung über einen Nahverkehrsanschluss?

Tipp: Nimm am besten einen Fotoapparat mit, um mögliche Mängel schon während der Besichtigung festzuhalten und lass dir das Übernahmeprotokoll vom Vermieter unterschreiben!

 

Miete in der Partnerschaft


Nach Auflösung einer Lebensgemeinschaft können Probleme auftreten. Hier sind einige Tipps, wie ihr das vermeiden könnt:

Am besten trefft ihr eine schriftliche Vereinbarung, wenn ihr zusammen in eine Wohnung zieht. In dieser solltet ihr klären, was im Fall einer Trennung geschieht.
Wer erhält welche Möbel? Wer bleibt in der Wohnung? usw.

Steht nur dein Partner im Mietvertrag, bist du nur MitbewohnerIn und hast nach der Trennung kein Recht mehr, die Wohnung weiter zu benutzen.

Falls eine Einigung darüber besteht, das dem/der MitbewohnerIn die Mietrechte übertragen werden sollen, müsst ihr das vorher mit der/dem VermieterIn abklären. Somit können die Vertragspartner im Meitvertrag geändert werden und die Mietrechte übertragen werden.

Wenn beide Partner im Mietvertrag stehen, muss eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Hier müsst ihr auch wieder mit der/dem VermieterIn abklären, wer bei einer Auflösung in der Wohnung bleibt, ansonsten können beide Partner zu Mietzinszahlungen verpflichtet werden. Der Mietvertrag wird dann wieder auf die/den neuen Mieterin abgeändert.

 

Maklerprovision

 

  • Nur noch 2 statt 3 Bruttomonatsmieten darf die Provision bei jenen betragen, die unbefristete oder auf über 3 Jahren befristete Mietverträge haben
  • Nur noch 1 statt 2 Bruttomonatsmieten bei jenen, die auf 3 oder weniger Jahre befristete Mietverträge haben
  • Makelnde Hausverwalter dürfen nur noch 1 Bruttomonatsmiete verlangen. Bei auf 3 Jahre und kürzer befristeten Mietverträgen dürfen Hausverwalter nur mehr eine halbe Bruttomonatsmiete verlangen
  • Für Wohnungskäufer beträgt die Maklerprovision 3 % des Kaufpreises

 

Quelle: AK Steiermark

 

Meldepflicht

 

Wenn du in eine Wohnung in Österreich einziehst, bist du verpflichtet, dich bei der zuständigen Behörde anzumelden.

Eine Anmeldung ist beispielsweise in folgenden Fällen notwendig:

  • Erstmaliger Bezug einer Unterkunft in Österreich
  • Umzug innerhalb Österreichs (es wird ein neuer Hauptwohnsitz begründet)
  • Begründung eines weiteren Wohnsitzes (der Hauptwohnsitz bleibt gleich

Die Meldung muss innerhalb von 3 Tagen nach dem Bezug der Unterkunft bei einer zuständigen Stelle (Gemeindeamt, Magistrat) erfolgen. Wird die gesetzliche Meldepflicht nicht erfüllt, können Geldstrafen von bis zu 726 € (in Wiederholungsfällen von bis zu 2.180 €) fällig werden.

 

Für die Meldung müssen folgende Rubrik des Meldezettels ausgefüllt werden:

  • Unterschrift des Meldepflichtigen: damit wird die sachliche Richtigkeit der Meldedaten bestätigt
  • Unterschrift des Unterkunftsgebers
  • Religionsbekenntnis: diese Rubrik kann auch erst dann ausgefüllt werden, nachdem der Unterkunftsgeber den Meldezettel unterschrieben hat. Sie kann aber auch unausgefüllt bleiben
  • ZMR-Zahl: sie ist anzugeben, soweit sie bekannt ist. Die ZMR-Zahl ist eine vom System willkürlich vergebene zwölfstellige Zahl, die den Behörden zur Identifizierung dient.

Quelle: Bundeskanzleramt Österreich https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public

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